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FOTOGRAFIE ALS WERKZEUG

Die Kamera ist wie ein drittes Auge. Statt auf der Netzhaut wird das Bild auf dem Film oder dem Sensor festgehalten. Ich halte also einen Moment fest. Es ist eine Momentaufnahme. Es ist fast als wollte man die Zeit damit aufhalten, der Endlichkeit unserer Existenz ein Schnippchen schlagen. Es ist ein Mittel gegen die Folgen des Alterns, gegen das Vergessen und für die Erinnerung.
Beim Fotografieren wähle ich meinen Standpunkt und Ausschnitt so, dass ein ästhetisch ansprechendes Bild entsteht. Ein Foto ist also nie wahr. Es ist zensiert, denn es zeigt nicht was links und rechts davon ist. Es zeigt nicht das unschöne, hässliche, welches ich eventuell ausgeblendet habe. Als Fotograf kenne ich natürlich die Entsteheungsgeschichte des Bildes. Der unbeteiligte Betrachter kann sich aber nur ein Bild vom Bild machen, welches da ist und muss seine eigene Geschichte hinein interpretieren. Aber auch beim Fotografen geht wohl mit den Jahren ein Teil der Geschichte rund um das Bild verloren. So erscheint dann die sogenannte gute alte Zeit in der Erinnerung, wegen der eigenen Vergesslichkeit, in einem positiveren Licht, als sie es in der Realität wirklich war.

AUF REISEN